Ein Essay über einen uralten Kampf

Der ewige Kampf

Sodala, ja, ja, wer gelegentlich in meinen Essays schmökert, der weiß, dass ich sehr gerne mit sodala anfange. Man setzt sich hin und sagt einfach mal: Sodala.
Nun aber zu dem was in Buchstaben auf Papier will. Das Thema heute: Der ewige Kampf, obwohl es in meinen Texten ja eigentlich immer um das gleiche Thema geht. Wenn man über den ewigen Kampf spricht, dann geht es um diesen ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, oder eben schwarz und weiß. Eigentlich jede große Geschichte, jedes große Märchen, handelt von diesem ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, und ja, auch die kleinen Geschichten und Märchen. Das ist so, weil man in einer Geschichte immer die Wahrheit der Geschichte opfern muss, da es sonst keine Geschichte gibt.
Dieser Kampf findet aber in Wirklichkeit in uns Menschen statt. Und wenn man alle lebenden Wesen auf dieser Erde nimmt, dann muss man sagen, er findet ausschließlich in uns Menschen statt.
Es ist der Kampf, der dadurch entsteht, dass wir uns für etwas Abgetrenntes von dem halten, was ist. Hier bin ich, da ist die Welt, und ich stehe ihr gegenüber als ein eigenständiges Lebewesen. Selbstredend ist das eine Illusion, denn diese Annahme beruht auf dem unseligen Denken und ist somit schlicht und ergreifend ein Irrtum. Das zu Erkennen ist schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung, bringt einen per se aber noch nirgendwo hin, denn erst wenn man diese Erkenntnis lebt, nach dem Motto "Practise what you Preach", begibt man sich auf eine Erkenntnisreise. Die Reise ist eine Reise, die nicht nur durch das Licht, sondern eben auch durch den Schatten geht und sie dauert unter Umständen unendlich lang, oder eben nur einen Augenblick. Auf dieser Reise verschwindet nämlich die Zeit und die Welt wird als abgrundtief und vollkommen grundlos wahrgenommen. Hat man diese Reise einmal hinter sich, dann ist man, und zwar vollkommen sinnlos, grundlos und vorstellungslos.
Bevor man einfach ist, ist jeder von uns Menschen im Prinzip ein Geschäftsmann, der auf seinen eigenen Vorteil achtet und das Beste versucht für sich herauszuholen, und die Welt in der er lebt. Jeder dieser Geschäftsmänner beziehungsweise Geschäftsfrauen hat ein Bild von sich im Kopf, wie er gerne in der Welt gesehen werden würde, was er gerne erreichen möchte und handelt dann danach. Es kann im übrigen auch ein Geschäft sein, dessen Sinn darin besteht kein Geschäft zu sein. Ich weiß, dass verwirrt ein bisschen, worauf ich damit aber lediglich hinweisen will ist, dass jede Form des Wollens, des Wünschens oder des Verhinderns im Grunde genommen ein und die selbe Ursache hat, und daher kommt, dass man sich selber als verantwortlich sieht, für die Formen die entstehen oder vergehen. 
In gewisser Weise ist man das auch, aber eben nur solange man noch nicht zur Gänze erkannt hat, dass es im Grunde nicht so ist. Laotse handelt das mit einem einfachen Satz ab: "Die Welt ist ein geistiges Ding. Wer handelt verliert sie, wer festhält verdirbt sie."
Abschließend ist es also so, dass dieser ewige Kampf im Grunde eine Illusion ist, es aber schon wieder eine Illusion wäre diesen Kampf zu bekämpfen, da er ja nur eine Illusion ist. Und wer jetzt immer noch diesen sehr widersprüchlichen Artikel liest und darauf wartet das er eine Antwort bekommt, dem möge gesagt sein, dass es keine Antwort gibt zu diesem Dilemma, die nicht wiederum ein Konzept in der Illusion darstellt, also dementsprechend eben auch eine Illusion wäre. Denkend, oder in Worten ist das nicht zu lösen, beziehungsweise es führt einen in immer tiefere Sackgassen und man selber verstrickt sich immer weiter in irgendwelche Gebilde; daher kann ich nur raten: Lasst es Sein!
Da ihr das aber nicht könnt, da das ja schon wieder eine Entscheidung wäre, die eure Freiheit voraussetzt, würde ich sagen: Haltet durch. Ihr seid auf der Reise, so wie alle Menschen und ihr werdet ans Ziel kommen, dass ist sicher. Wie und wann ist nicht sicher, aber seid vergewissert, ihr werdet es schaffen. Ihr seid gut, wie ihr seid, einfach immer weiter gehen. Viel Glück!

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