Eine kurze Abhandlung über eine Gottesidee

Eine Idee von Gott

Recht kürzlich wurde ich danach gefragt, was denn meine Idee, oder Theorie, oder eben mein Verständnis von Gott sei, und irgendwie schoss dieser Gedanke Tage später wieder durch meinen Kopf, und so dachte ich mir: "Jetzt schreiben wir es mal auf."
Kein langes Geplänkel, wir kommen gleich zum Punkt:
In gewisser Weise, kann man sagen, Gott ist sich ausbreitendes Bewusstsein, und somit ist Gott in allem was ist, also in allem was man mit seinen Sinnen wahrnehmen kann. Jedoch ist es so, dass Gott das nicht wirklich ist, was man sehen kann, sondern es ist das, was in dem ist, was ist, also nicht sichtbar. Das scheint ein Widerspruch zu sein, was es aber nicht ist. Gott ist der Bestandteil "Nichts", dem "Alles" gegenübersteht, da wir ja in einer dualen, beziehungsweise polaren Welt leben.
Gott ist somit also der Ursprung aus dem alles hervorgeht und in den alles wieder zurückfällt, und obwohl er omnipräsent ist, ist er nicht greifbar, oder vorstellbar, weil er ja dann nicht mehr omnipräsent wäre, sondern nur ein Bestandteil des Ganzen, was aber der Absolutheit, welche eine grundlegende Eigenschaft Gottes ist, widersprechen würde.
Wir wollen jetzt den Gedanken weiterspinnen und kommen damit zu dem Punkt, wie ein Mensch zu Gott wird, oder Erleuchtung erlangt, oder wie auch immer man das nennen will?
Antwort: Es gab nie einen Menschen der Gott wurde, wenn er es nicht einfach ist, und nun taucht da die Frage auf, wie erkenne ich denn so einen Menschen, oder wie erkenne ich selber das ich Gott bin?
Gott erkennen in einem anderen Menschen kann man nicht, wenn man es nicht erst selber geworden ist und selber werden kann man es nur, wenn man es einfach ist, und in diesem Moment erübrigen sich die Fragen was man dann tut, oder wer man ist, weil man einfach ist, und somit erübrigt sich auch die Gottesfrage und das Gotteskonzept, weil es ist, wie es ist.
Wenn man es beschreiben will, was man dann ist, was an für sich reichlich sinnlos ist, dann ist man einfach nur noch ein Bestandteil des Ganzen, es wird nicht mehr getrennt, man ist waches, wahrnehmendes Bewusstsein, ohne Identifikation mit dem was ist. Also ist man das, was man im Grunde schon immer war, und was jeder Mensch jederzeit ist, mit dem Unterschied, das man selbst sich dessen bewusst geworden ist, während die meisten Menschen, zumindest zur heutigen Zeit, noch tief und fest schlafen, und den Traum der Trennung und des Egos träumen. Das ist so, weil es so ist, und es wird erkannt, dass das auch gar nicht anders sein kann, somit kann man es lassen und es stellt somit auch kein Problem mehr da, und ja, auch keine Herausforderung.
So sehe ich es, und obwohl diese Worte natürlich nicht für jeden das Gleiche bedeuten, gibt es vielleicht doch den einen oder anderen Menschen, dem diese Worte bei seiner Selbsterkenntnis weiterhelfen mögen, warum sollten sie sonst wohl geschrieben worden sein?
Doch sollten diese Worte Dir nichts sagen, so gräme dich nicht und gehe weiter, bewegungslos.
Und nochmal, diese Worte versuchen das Thema Gott nicht zu erschöpfen, nicht einmal annähernd, und sie wollen es auch gar nicht, denn diese Worte sind nichts weiter als ein klitzekleiner Wegweiser, ein Zeiger, auf das was niemals beschrieben oder in der Gänze erfasst werden kann, zumindest nicht mit einer Analyse basierend auf Verstand und Worten, am nächsten kommt man dem wohl, indem man einfach ist, vollkommen unspektakulär und gerade heraus.
Sei einfach, der du bist!

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