Gott schützt die Liebenden
Es gibt bestimmt den einen oder anderen Menschen, der diesen Spruch
schon einmal gehört hat: "Gott schützt die Liebenden". Hört sich erst
mal gut an und macht ja auch Sinn. Nachdem Gott irgendwie mit Liebe in einer engen
Verbindung steht, insofern er nicht sogar Liebe ist, zumindest der Gott des "Neuen Testaments",
klingt das sehr sinnvoll, wenn jemand sagt, dass dieser Gott die liebenden Menschen schützt.
Das Schwierige an dieser eigentlich recht trivialen und vollkommen selbstverständlichen Aussage
ist jedoch, dass sie zwei Worte enthält, die von jedem Menschen sehr unterschiedlich
interpretiert werden, und wie ich glaube werden diese beiden Worte von fast
allen Menschen auf der Welt falsch interpretiert. Daher will ich jetzt mal eine ziemlich
wahrhaftige Interpretation darüber in Worten niederlegen. Nicht das ich wünsche, dass es
irgendeinen Menschen geben möge, der ungeprüft meine Niederschrift bezüglich des Satzes
"Gott schützt die Liebenden" für wahrhaftig halten möge, aber vielleicht inspiriert sie
ja den einen oder anderen Menschen zu einer gedanklichen Auseinandersetzung, und das wäre
etwas sehr Gutes, wie ich denke.
Nun denn, es ist eigentlich recht rasch gesagt, viel rascher als diese schon fast umfangreiche
Einleitung vermuten lässt.
Gott steht meines Erachtens für den ewigen Moment, für das sich ewig im Jetzt entfaltende
Bewusstsein, und die Liebenden, sind die Menschen, die ohne Bedingungen und in wahrer
Hingabe, diesen Moment demütig annehmen und ihm entsprechend handeln in vollkommener
Übereinstimmung mit ihrer inneren Stimme, ihrer Intuition. Ganz simpel, ganz einfach, theoretisch.
Jeder Mensch der schon eine Weile auf Mutter Erde wandelt, weiß wie schwierig das sein kann,
obwohl wohl ein jeder Mensch zugestehen muss, das er da ist, und wenn er das erkennt und akzeptiert,
dann kann es auch wiederum sehr einfach sein, die Hingabe an den jetzigen Moment zu praktizieren,
denn eigentlich ist dieser Moment immer ziemlich einfach und ziemlich offensichtlich.
Kompliziert wird es immer nur dann, wenn man anfängt zu denken und Szenarien zu erstellen, und man
anschließend auch noch versucht die bestmögliche Entscheidung zu treffen, unter Berücksichtigung
einer Situation, die noch nicht ist, sondern erst sein wird, insofern sie sein wird.
Je nach grad der eigenen Intelligenz ist das immer noch machbar, wenn man kein zu großer
Perfektionist ist und Abstriche machen kann. Ist man jedoch Perfektionist und noch dazu
intelligent, dann wird es immer leidvoller, immer schwieriger und die Erkenntnis immer
größer, dass Kontrolle und Wissen eine Illusion sind, und das eigentlich alles immer erst
einmal schief geht, und das wiederum bringt einen zwangsläufig zu dem Punkt der bedingungslosen
Kapitulation.
Diese Kapitulation ist die Vorraussetzung für die Erkenntnis dessen, was ein jeder
Mensch sucht, seid er es verloren hat, und was doch nie wirklich weg war und es wird
wiedererkannt, als das, was ist, das ewige Jetzt, Gott, das Eine, was alles ist, und doch
keine Rolle spielt, also nicht sichtbar ist.
Wie dem auch sei, es ist natürlich illusorisch zu glauben, dass man selber etwas tun kann um
Gott zu sich zu erwecken. Am ehesten noch sollte man versuchen präsent und anwesend
in diesem Moment zu sein, so oft das irgendwie möglich ist; ansonsten ist es wohl eher so
das es einfach passiert, wenn die Zeit reif ist.
Also keinen Kopf machen, keinen Stress, keine Sorgen und auch keine Angst, es ist alles in
Ordnung.
Don't worry, be happy and live the moment with compassion!
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