Jetzt ist genug - Worte zum Sein
So, da macht man sich mal wieder auf, ein verbales Werk zu
erschaffen, und der Beginn ist - wie ich gerade feststelle - nicht immer leicht.
Man fragt sich, "Macht das Sinn? Warum schöpfe ich überhaupt verbale Werke? Helfen
meine Worte eher, oder verwirren sie?" Man ist wohl als Menschlein in dieser
unglaublichen Vielfalt oft ein bisschen verloren, und immer wieder kommen einem
Selbstzweifel, obwohl man sie nicht mehr so sehr beachtet, denn es ist sinnlos
an dem zu zweifeln was ist, und nun ja, meist sind Zweifel lediglich Gedanken,
die auf Zukunft oder Vergangenheit gerichtet sind, und somit sind sie eigentlich
nicht wirklich real oder von Bedeutung, und somit ist es noch sinnloser sie zu beachten.
Heute will ich über etwas schreiben, worüber man eigentlich gar nicht schreiben kann,
und alles, und hiermit meine ich wirklich alles, steht eigentlich schon in der Überschrift.
"Jetzt ist genug - Worte zum Sein". Versteht ihr? Nein? Ist nicht verwunderlich, denn das
ist nicht zu verstehen, denn es ist einfach, und eigentlich ist es immer. Es war nie was
anderes, denn es war immer nur Jetzt. Seit Millionen von Jahren war und ist und wird Jetzt
sein, und dieses Jetzt ist einfach und zwar in doppelter Bedeutungsebene.
Es ist einfach und dabei ist es einfach. Und genau das stellt eine der größten Lehren des Seins dar,
denn egal ob ihr das glaubt oder nicht, ist es einfach. Mir geht da in diesem Moment
so ein Gedanke durch den Kopf, ich denke es ist irgendeine Aussage von irgend so einem
Apostel, Propheten, Wanderprediger, der im Namen des Absoluten spricht, und sie
lautet: "Mein Kreuz ist leicht zu tragen." warum es leicht zu tragen ist? Weil es
eigentlich kein Kreuz gibt. Es ist alles in Ordnung. Das ist natürlich schwer zu
glauben, wenn man in Not ist, wenn man sehr traurig ist, wenn das Leben einen gerade
mal wieder auf dem Kicker hat, und alles, aber auch wirklich alles scheint falsch zu
laufen. Aber in solchen Zeiten und Phasen muss man sich immer auf das Wesentliche
besinnen. In solchen Phasen wird uns nur ziemlich deutlich vor Augen geführt, dass
wir uns wohl zu weit von uns selbst entfernt haben. Es sind nichts weiter als Weckrufe
aus der großen Weite des Seins, und gerade deswegen muss man in solchen Zeiten in die
Tiefe gehen, in sich selber schauen, und sich selbst ernsthaft mit Fragen
auseinandersetzen, die zum Beispiel lauten könnten: Wer bin ich? Warum bin ich
auf Mutter Erde? Welche Sehnsucht ist es die mich treibt, welche Aufgabe ist es,
der ich mich zuwenden will? Ist wirklich alles falsch, oder ist es nur meine Vorstellung
von richtig, die das was ist, in ein falsches Licht rückt?
Manchmal kommen Menschen auf die Idee das einfache Sein falsch zu interpretieren,
und Sie denken von nun an sitzen Sie nur noch da und tun nichts mehr, aber dies
ist selbstredend ein Irrglaube. Handeln und nicht Handeln im Jetzt wechseln sich
ab, aber es beruht immer nur auf diesem Moment. Es gibt keinen Plan, der einzige
Grund ist eine einfache Notwendigkeit der Handlung, oder die pure Freude am agieren.
Es macht einen einfach so glücklich etwas zu erschaffen, zu schöpfen, mitzumachen,
dabei zu sein. Es ist kein: "Du musst!", kein: "Du sollst!", immer
ausschließlich
ein: "Du darfst!". Unter Umständen erfordert es natürlich einschneidende
Veränderungen im geführten Leben, wenn man sich gewisser Dinge und Denkmuster bei
sich selber bewusst wird. Das ist manchmal nicht einfach, denn es erfordert unter
Umständen große Disziplin sich falschen Glaubensmustern zu stellen und sie
aufzulösen. Solche Veränderungen scheuen viele Menschen, denn auch wenn das Leid
groß ist hat es das starke Argument der Sicherheit und Bequemlichkeit auf seiner
Seite. Denn selbst wenn man sich ändert, garantiert das niemals, dass es tatsächlich
besser wird. Also kommen einige Menschen zu dem Schluss, es lieber so zu belassen,
wie es ist.
Und in gewisser Weise ist es ja so, dass es gut ist, wie es ist, denn aus der
Perspektive einer tieferen Ebene ist nämlich das, was den Menschen wirklich zum
Menschen macht unberührt von den Wandlungen und den Veränderungen im Rahmen der
Zeit. Daher ist es wichtig in unseren Zeiten, aber auch immer schon, eine positive
Einstellung einzunehmen. Was immer ist, was immer kommt, ich gebe mein
Bestes. Mal
ist das genug, mal nicht, aber ich selber befreie mich auf diese Weise von jeglichen
Selbstvorwürfen. Und somit werde ich es wohl auch nicht mehr zulassen, dass andere
Menschen um mich herum mir Vorwürfe machen, dass heißt ich kann mich von den
Schwarzmalern und Klugscheissern in meinem Leben befreien, die mir erzählen wollen,
wie ich was zu machen habe, die mir meinen Frieden nicht lassen, und sich immer
über mich stellen wollen.
So, ganz einfach mit dem Sein und dem Leben - zumindest theoretisch und in Worten.
Ein Freund von mir hat einmal die Aussage getroffen, dass Leben zu leben übersteigt
die Steuerung eines Helikopters um zwei Potenzen, und aus der rationalen Sicht ist
das zu hundert Prozent richtig. Aber mit Hilfe der Intuition, eurer inneren Stimme,
wird das Leben zunehmend einfach und doch faszinierend und geheimnisvoll. Also meine
lieben, aufmerksamen und hoch geschätzten Leser, schön das ihr dabei ward, bei dieser
kleinen verbalen Schöpfung über Tiefen, das Sein, und vor allem die Kunst glücklich
zu sein. Denn das ist es was jeden Menschen durch die Gezeiten treibt, die Sehnsucht
nach dem vollkommenen Glück, nach der Vollkommenheit. Wollt ihr die Antwort, wie
das zu bewerkstelligen ist? Eigentlich müsstet ihr es schon wissen, doch
sicherheitshalber gibt es das Geheimnis hier noch mal: "Sei es einfach!"
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