Einige Worte zum Spielen

Jetzt wird gespielt

Spielen, meine Freunde, wir Menschen müssen wieder mehr spielen. Nicht diese Art von Spielen, wo es Gewinner und Verlierer gibt, sondern eher die Art von Spielen in denen man einfach spielt und somit spielerisch das Sein erforscht. Also aus der Freude am Sein heraus spielt man mit den Formen, die sich da zeigen.

Offen für alles reist man durch die Zeit und tanzt und spielt und macht mit, man probiert einfach mal aus, experimentiert herum, tanzt und spielt und spielt und tanzt, sinnlos irgendwie doch es macht halt soviel Spaß. Ja, es muss in allem so eine spielerische, fast ein wenig närrische Leichtigkeit sein, denn das ist meines Erachtens wirkliches Leben. Alles was zu Ernst ist oder wird, alles was zu steif und zu streng, zu festgefahren und zu verbohrt ist, dass ist nicht mehr Leben sondern das ist Beton, Erstarrung und Tod, eine Wüste ohne grün und ohne Lebendigkeit und Wachstum.

Mit das Wichtigste im einfachen Spielen ist das Loslassen des Verstandes, denn der will wie eine Motorsäge alles zerteilen, analysieren und wissen, und vermittelt dem Leichtgläubigen, dass er in der Tat alles analysieren, begreifen und verstehen könnte. Kann er aber nicht.

Nein, ich will hier jetzt nicht einseitig den Verstand runterputzen, denn er hat bestimmt in einigen Bereichen so seine Vorteile, aber im Bezug auf die Essenz des Seins ist er leider nicht der richtige Ansprechpartner, und deswegen muss die tiefere Intelligenz, die die Ursache für das Leben ist, die erste Instanz sein, und nicht der im Vergleich dazu kleine menschliche Verstand.

Im Bezug auf das Spielen können wir viel von unseren Kindern lernen, denn sie tun eigentlich nichts anderes. Sie erforschen spielerisch die Welt, in die sie hineingeboren werden und tun das - sofern ihre grundlegenden Bedürfnisse erfüllt sind - immer mit einem großen und breiten Lächeln in ihrem Gesicht. So muss es sein!

Und nein, ein Mensch muss dafür nicht in ein infantiles Stadium zurückfallen, denn die Reise des Lebens besteht ja darin sich zu verirren und den Traum der Trennung zu träumen, bis zu dem Punkt, bis dieser Traum so leidvoll und unerträglich wird, das nur die Umkehr und die Zurückbesinnung auf das einfache Sein einen Selbst wieder heil macht. Und selbstredend muss man dafür nicht leiden, denn jeden Moment kann man erkennen und anfangen zu Sein. Jeden Moment. Es ist ganz einfach, so einfach, das der arrogante und hochnäsige Verstand das niemals und nimmermehr begreifen kann. Ja, so einfach ist das. Unendlich einfach. Lass es einfach sein...
Also nicht zögern, nicht zaudern:

Komm hierher, komm hierher, in diesen Moment, und du wirst erkennen und es hören: Willkommen zu Hause!

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