Kugelparade - Vorwort
Ich habe einen Freund gebeten aufgrund seiner
fortgeschrittenen Geistigkeit etwas für mich zu verfassen. Vorgaben gab
es keine, ein Schriftstück sollte es eben sein. Worte, die etwas
transportieren mögen, von dem was in uns allen ist. Es geht hier also
um die Essenz.
Es ist selbstredend so, dass Worte immer nur Worte bleiben, und das
Erkennen sich nicht allein durch Worte vermitteln lässt, doch wenn man
in der Lage ist sich auf Worte und Begriffe einzulassen, können sie
einem immer wieder Türen zeigen, Fingerzeige geben, einem helfen zu
begreifen.
Die Kugelparade ist ein Schriftstück tiefer und weitreichender
Geistigkeit in einem neuen und wie ich finde sehr kreativem Rahmen,
doch erfordert sie ein Zulassen und ein Einlassen, ein Wirken
lassen und ein Auseinandersetzen, um ihre teilweise verwinkelten und
widersprüchlichen Aussagen erfassen zu können.
Die Kugelparade - eine Art Kugel-Parabel - kugelt
sich durch die Welt der Erscheinungen und versucht markante
Muster aufzugreifen, auf Unendlichkeiten hinzuweisen, sie engt ein,
weitet aus, schreibt vor und löst es gleichzeitig wieder auf, kugelnd,
kreisend, spielend vertiefend in allgemeiner Widersprüchlichkeit.
Für Freunde der schnörkellosen Lyrik ist diese Form des Wortspiels nur schwer
zugänglich, aber belesene Menschen, für die es gerne auch mal etwas
komplexer sein darf, werden mit diesem Kleinod durchaus ihre Freude haben.
Auf eines will ich noch hinweisen, und ich zitiere hier den Autor
wörtlich, der wiederum einen gewissen Herrn Wittgenstein zitiert, der
im Schlusswort seines Werkes "Tractatus" folgendes
niederschrieb:
"Meine Sätze erläutern dadurch, dass sie der, welcher mich versteht,
am Ende als unsinnig erkennt,
wenn er durch sie – auf ihnen – über sie hinausgestiegen ist."
Nun bleibt mir nichts weiter zu wünschen übrig, als
ihnen viel Spaß beim lesen, grübeln, selber denken, und wie ich hoffe
begreifen, leben und tanzen zu wünschen...
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