Die Kunst des Heilens
Die heutige kurze Abhandlung dreht sich um die Kunst des Heilens. Zuerst muss man
sich mal überlegen, was denn heil sein eigentlich bedeutet, was Heilung ist, und wann ein Mensch nicht heil ist.
Bevor wir das Thema richtig anschneiden noch ein kurzer
Verweis auf gesund und krank.
Heilung hat nicht direkt etwas mit gesund
und krank zu tun. Jeder Mensch ist im Laufe seines Lebens mal krank, um dann wieder
gesund zu werden, und dann wird er mal wieder ein bisschen krank. Denn krank
und gesund sind zwei Seiten ein und derselben Medaille.
Hier geht es aber eigentlich nicht um gesund und krank sondern um Heilung. Heilung
ist etwas sehr viel Größeres und hat mit gesund und krank nur sehr bedingt zu tun.
Heil sein bedeutet ganz und gar zu sein, was man ist. Wenn ein Mensch heil
ist, dann ist er sich des Seins bewusst und lebt, und erfüllt seine Aufgabe, ohne
jeglichen Zweifel.
Nur sehr wenige Menschen in unserer heutigen Zeit sind wirklich heil,
denn die meisten haben sich im Wald verirrt. Sehr viele Menschen haben sich
identifiziert mit der Illusion, mit Dingen, die vergänglich und somit unwirklich
sind. Früher oder später führt das zu Leiden. Es muss zu Leiden führen, wenn da
ein Glaube ist, etwas zu sein, was irgendwann sterben und vergehen muss.
Falsche Identifikation trennt also Menschen vom heilsein.
Was noch? Die Idee der Trennung. Die Idee, dass ich als Mensch dieser Welt
gegenüberstehe und nicht ein Bestandteil von ihr bin. Nur ein Mensch schafft es
über sein unseliges Denken, sich in so eine wahnhafte Illusion hineinzuträumen. Diese
Idee der Trennung lässt eine stetig wachsende Angst entstehen, weil die
Welt einem fremd, gefährlich und unkontrollierbar gegenübersteht.
Heilung, um es zusammenzufassen, bedeutet also einerseits einfach zu sein, besser
gesagt primär zu sein, denn es ist fast unmöglich
ausschließlich zu sein, vor allem in unserer heutigen, sehr hektischen Zeit, ohne
sich aber mit der Welt da
draußen und dem eigenen Körper zu sehr zu identifizieren. Auf der anderen
Seite geht es darum, das Erkennen in sich wachsen zu lassen, das alles aus einem
Bewusstsein hervorgegangen ist, und somit alles im Endeffekt den gleichen Ursprung hat.
Trennung ist somit eine reine Einbildung, die zu sehr viel Unheil geführt hat und
immer noch führt auf dem Planeten Erde.
Die Kunst des Heilens ist also, wenn man es auf den Punkt bringen will, die Fähigkeit
dieses Wissen über Trennung und Sein in sich selber zu verwirklichen und somit
automatisch durch sein immer tiefer und bewusster werdendes Sein, also durch die
eigene voranschreitende Heilung einen Heilungsraum zu erschaffen (passiert in Wirklichkeit von selbst), der es
allen Menschen um einen herum ermöglicht zu Sein ohne Bedingungen, und somit Heilung
zu finden im Erkennen des eigenen grundlosen Seins.
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