Eckhart Tolle und Karl Renz - Zwei Menschen, eine Nachricht!
Sie Reisen um die Welt, und erregen aufsehen. Ihre Wort sind nicht laut oder marktschreierisch,
eher leise und eindringlich. Ihre Lehren ähneln sich, haben aber doch Unterschiede in der Art
wie sie vermittelt werden. Eckhart Tolle ist eher lehrerhaft und erzählt über die essentiellen
Dinge des menschlichen Lebens und die Irrtümer des Verstandes. Der Hauptpunkt seiner Lehre ist
eine Verankerung des Bewusstseins im jetzigen Moment, da der jetzige Moment das einzige ist,
was wirklich ist, alles andere ist laut Eckhart Tolle nichts weiter als eine Projektion des
Verstandes, und ist somit nicht wirklich sondern nichts weiter als ein Gedankengebäude ohne
Substanz.
Das was Karl Renz sagt, ist in der Essenz identisch mit der Lehre von Eckhart Tolle, nur ist
Karl Renz weniger strukturiert in der Vermittlung seiner Lehre. Wobei der Grund hierfür
wahrscheinlich auch darin liegt, das Eckhart Tolle in seiner Lehrtätigkeit mehr auf den
amerikanischen Markt fokussiert ist, während Karl Renz seine Ursprünge eher im deutschen
Denken hat, obwohl beide sowohl auf englisch als auch auf deutsch Satsangs geben.
Nichtsdestotrotz haben sie die gleiche Essenz in ihrer Lehre, Sie benutzen nur unterschiedliche
Zeiger um auf Sie zu deuten. Besonders ähnlich sind sich aber sowohl Eckhart
Tolle, als auch Karl
Renz in der Tatsache, dass Sie beide sehr authentisch und echt wirken in der Art ihres Auftretens
und der Vermittlung ihrer Botschaft. Man könnte auch sagen, dass die Kraft ihrer Präsenz und
der Ausstrahlung einer heiteren Gelassenheit ziemlich beeindruckend sind, und das ist wohl auch
das Geheimnis ihres Erfolges.
Hier wird nichts gespielt oder vorgegeben, obwohl alles mit einem heiteren Lächeln und sehr
spielerisch von statten geht. Es wird lediglich auf die Wahrheit hingewiesen und das auf ziemlich
entspannte Art und Weise. Vor allem Karl Renz, dessen Satsangs und Retreats unter dem Titel
"Selbstgespräche" laufen, hat großen Spaß am Spiel des Minds (des Verstandes), der immer wieder
versucht etwas zu erreichen, was er vor allem in Bezug auf die Essenz spiritueller Lehren natürlich
nicht erreichen kann. Es sind immer wieder nur Ego-Spielchen, die der Mind da abzieht. Auf diese
Art ent-täuscht Karl gnadenlos, und was übrigbleibt ist heitere Gelassenheit.
Im Vergleich zum Satsangstil von Eckhart Tolle, ist ein Satsang mit Karl Renz persönlicher und
aktiver für die Teilnehmer, was allerdings auch daran liegen mag, das Karl Renz noch nicht ganz
so populär ist wie Eckhart Tolle. Zudem könnte man sagen, sie gehen die gleiche Sache ein bisschen
unterschiedlich an: Eckhart Tolle schafft direkt einen klaren Raum, während Karl Renz den
Verstand solange verknotet bis urplötzlich die Sinnlosigkeit erkannt wird und ein weiter und
klarer Raum entsteht.
Eckhart Tolle lässt sich nicht wirklich auf Frage-Antwort-Spielchen ein. Er spricht - genauer
gesagt - es spricht durch ihn, und doch sind seine Worte nichts weiter als Zeiger, auf das was
in Worten nicht erfasst werden und der Verstand somit nicht begreifen kann, weil es weit über
das Fassungsvermögen des Verstandes hinaus geht.
Beide - sowohl Karl, als auch Eckhart und viele andere ihrer Art - arbeiten an der
Bewusstwerdung der Menschheit, am Erwachen aus dem Traum der Trennung und somit dem Ende
allen Leidens. Und doch
vermitteln alle beide nicht den Eindruck, als würden Sie dem was Sie tun eine besondere Bedeutung
beimessen, ich denke Sie würden eher sagen, dass Sie eben tun, was Sie tun. Sie erfüllen lediglich
die Aufgabe die Ihnen zugeteilt wurde.
In einem Satsang wurde Karl Renz gefragt warum er denn tut, was er tut (Satsangs abhalten), und er
meint dazu, dass er nicht mehr Schlafen konnte, bis er anfing die Satsangs zu geben. Angefügt
hat er
noch, "oder glaubst du vielleicht, dass ich auf die Idee gekommen bin um die Welt zu reisen und
über das zu reden, was man sowieso nicht verstehen kann?!"
Ohne es genau zu Wissen, glaube ich, hat es sich bei Eckhart Tolle ähnlich zugetragen, und doch
ganz anders.
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